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Arbeitsgesellschaft 2040

Wie wir in die Zukunft blicken

Die Strategische Vorausschau ermöglicht eine vorausschauende Politikgestaltung. Auf Grundlage unterschiedlicher Szenarien werden Akteur*innen befähigt, sich kontinuierlich mit neu entstehenden Fragestellungen auseinanderzusetzen und aktiv zu handeln. Dabei kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz.

Wie das Wetter morgen wird, lässt sich mehr oder weniger gut vorhersagen. Wenn wir aber wissen wollen, wie unsere Gesellschaft in zehn oder 20 Jahren aussehen wird, funktionieren Prognosen und Vorhersagen nicht: Zu lang sind die Zeitspannen und zu komplex die Entwicklungen, Einflussfaktoren und deren gegenseitige Abhängigkeiten. Wir leben zunehmend in einer globalisierten und digital vernetzten Welt, in der Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit nicht die Ausnahmen, sondern die Regel sind. Die Corona-Pandemie hat innerhalb kurzer Zeit unsere Lebens- und Arbeitsrealität auf den Kopf gestellt. Ein Blick auf den dynamischen Entwicklungen bei Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Quantencomputing oder der Wasserstofftechnologie deuten darauf hin, dass auch in den nächsten Jahrzehnten der Wandel unser beständiger Begleiter bleibt.

In diesem Umfeld gewinnt eine antizipierende, vorausschauende Politikgestaltung an Bedeutung, die sich frühzeitig mit plausiblen Entwicklungen auseinandersetzt und „auf Vorrat“ denkt. Hierauf zielt die Strategische Vorausschau: Mit ihrer Hilfe werden Akteur*innen in die Lage versetzt, sich kontinuierlich mit neu entstehenden Fragestellungen auseinanderzusetzen und so die Zukünfte der Arbeitsgesellschaft weiterdenken und gestalten zu können. Ein offener Vorausschauprozess setzt voraus, dass Digitalisierung nicht einseitig als riskant und bedrohlich wahrgenommen wird. Vielmehr wird ein Spannungsfeld beschrieben, in dem Handlungsspielräume und Chancen entstehen können. Es geht also nicht darum, die Zukunft richtig vorauszusagen, sondern verschiedene plausible Zukünfte bzw. Szenario-Varianten als Zieldimension zu erarbeiten, die Orientierungswissen für politisches Handeln liefern.

Die Strategische Vorausschau der Denkfabrik

Der strategische Vorausschauprozess der Denkfabrik zielt darauf ab, Trends, Tendenzen und schwache Signale des Wandels in ihrer Vielfalt zu erfassen. Hierfür wird ein eigener auf die Bedürfnisse des BMAS zugeschnittener Werkzeugkasten mit unterschiedlichen „Zukunftswerkzeugen“ entwickelt:

  • Horizon Scanning: ein kontinuierliches Umfeldmonitoring, das systematisch und regelmäßig Themen mit hoher Relevanz für die Zukunft der Arbeitsgesellschaft identifiziert und über neue und sich verändernde Signale des Wandels informiert,
  • Deep Dives: vertiefte kompakte Zukunftsanalysen zu ausgewählten Technologie-, Anwendungs- und Politikfeldern sowie zu Branchen und Regionen,
  • Langfristige Szenarien: Partizipativ entwickelte Szenarien zur Arbeitsgesellschaft im Jahr 2040 liefern Orientierungswissen fürs Handeln.

Mit der Strategischen Vorausschau verstetigt die Denkfabrik die systematische Auseinandersetzung mit Zukunft über aktuelle Legislaturperioden hinaus. Dabei legt sie besonderen Wert auf die von ihr entwickelten Grundsätze für die eigene Arbeit: positive Zukunftsorientierung, konsequente Dialogorientierung und partizipative Politikgestaltung, Verknüpfung von nationalen, europäischen und internationalen Diskurs- und Politikebenen, Identifizierung neuer Handlungsfelder für das BMAS und die beständige Suche nach einer neuen Visualität für Fortschritts- und Zukunftsbilder.

Veröffentlicht am 07.12.2020 zum Thema: Arbeitsgesellschaft 2040

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