re:publica

re:publica 22

Wann

Mittwoch, 08. Juni, 10:00 Uhr — Freitag, 10. Juni 2022, 18:00 Uhr

Wo

Arena Berlin & Festsaal Kreuzberg

08.06.2022 14:30 – 15:00

Was macht eine moderne und faire Arbeitsgesellschaft aus - und wie gelingt das?

Session Arbeitsgesellschaft - modern & fair

Digitalisierung, Dekarbonisierung, demografischer Wandel - wir stehen mitten in einer tiefgreifenden Transformation von Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft. Arbeitsminister Hubertus Heil will diesen Wandel vorausschauend, partizipativ und sozial gestalten. Was macht für Sie eine moderne und faire Arbeitsgesellschaft in diesem Sinne aus? Diskutieren Sie mit uns!

Wie schaffen wir es - auch vor dem Hintergrund der Erfahrung der Pandemie -  die Arbeitswelt der Zukunft fair zu gestalten, dabei Sicherheit in Lebens- und Berufsalltag zu bieten und zugleich technologische Innovationen für den sozialen Fortschritt zu nutzen? Durch Digitalisierung und den Umbau unserer Volkswirtschaft in Richtung Klimaneutralität wird die Arbeitswelt von morgen anders aussehen als heute. Damit aus technologischem Fortschritt auch sozialer Fortschritt für Bürger*innen und Beschäftigte wird, müssen heute die richtigen Weichen gestellt werden: Datenschutz, Mindestlohn, Regeln für Homeoffice, aber auch neue Geschäftsmodelle wie die Plattformökonomie und die Sicherung von Beschäftigtenrechten sind dabei wichtige Themen. Was sind Ihre Vorstellungen, wie Sicherheit und Flexibilität in Einklang gebracht werden können? 

Die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) arbeitet gemeinsam mit Partner*innen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik an der Frage, wie eine zukunftsgerichtete und faire Arbeitswelt aussehen soll, welche neuen Handlungsfelder aus neuen Technologien für die Digitalisierung der Arbeitswelt entstehen und wie die digitale Transformation sozial gestaltet wird. 

Diskutieren Sie mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil auf der re:publica, am 8.6. um 14:30 Uhr auf Stage 2, wie wir die Arbeitswelt der Zukunft gemeinsam gestalten - wir freuen uns auf Ihre Gedanken und Ideen!

Sprecher*innen

  • Hubertus Heil

    Bundesminister für Arbeit und Soziales

    Hubertus Heil ist seit März 2018 Bundesminister für Arbeit und Soziales. Die Zukunft der Arbeit ist für ihn ein Schwerpunktthema, weshalb er im November 2020 Eckpunkte mit konkreten Vorschlägen für faire Arbeit in einer starken Plattformökonomie vorgelegt hat. Bevor Hubertus Heil zum Bundesminister ernannt wurde, war er zwei Mal Generalsekretär der SPD (2005-2009 und 2017), deren Mitglied er seit 1988 ist. Außerdem vertritt der studierte Politikwissenschaftler seit 1998 den Wahlkreis Gifhorn-Peine mit einem Direktmandat im Deutschen Bundestag.

Moderation

  • Tanja Samrotzki

    Moderatorin

    Tanja Samrotzki ist Journalistin und Moderatorin. Als Parlamentskorrespondentin hat sie 20 Jahre für Fernsehsender über das politische Geschehen in Bonn und Berlin berichtet. Als Moderatorin genießt sie es, tiefer in Themen eintauchen zu können, als es in einer Nachrichtenredaktion möglich ist. Ihre profunde Kenntnis politischer Themen, Akteure und Strukturen bringt sie ein in die lebendige Gestaltung verschiedenster Formate.

08.06.2022 17:00 – 18:00

Neue Initiative aus Europa: Ein Durchbruch für faire Regeln in der Plattformarbeit?

Digitale Plattformen sind im Aufwind. Die Arbeit bleibt allerdings oft prekär. Dennoch ist viel in Bewegung: Gigworker organisieren sich, und ziehen immer öfter vor Gericht. Nun soll Plattformarbeit EU-weit geregelt werden. Die EU-Kommission hat eine Initiative für faire Plattformarbeit gestartet. Bringt sie den Durchbruch?

Digitale Dienste sind längst Teil unseres Lebens. Ob Lieferdienste, neue Mobilitätsformen oder Haushaltshilfen, Kreatives und Kollaboratives – die Palette ist groß, das Spektrum bunt. Die Pandemie hat wie ein Katalysator gewirkt: Plattformarbeit wächst und wird zumindest in urbanen Zentren immer sichtbarer.

Plattform-Unternehmen, die in kürzester Zeit zu sog. „Unicorns“ aufsteigen, mit Milliardenbewertungen Kapital an sich ziehen, organisieren Arbeit neu – doch dies nicht selten auf dem Rücken der Plattformarbeiter*innen. Denn während der Marktwert steigt und längst die Börsen erreicht hat, bleibt die Arbeit auf App-Ruf oft weit unter Wert. Dies gilt auch für Plattformarbeit, die unsichtbar stattfindet, als reine Online-Arbeit. Doch dagegen wächst Widerstand: Plattformbeschäftigte organisieren sich und kämpfen mit Gewerkschaften und Initiativen für bessere Arbeitsbedingungen. Dabei geht es um grundlegende Rechte: Kündigungs- und Mutterschutz, Gesundheitsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder natürlich ordentliche Löhne. Auch Plattformarbeiter*innen wollen mitbestimmen.

Doch wie sind Plattformarbeiter*innen überhaupt als Arbeitnehmer*innen einzustufen? Warum kommen Plattformen mit windigen Geschäftsmodellen durch, durch die sie Arbeitnehmer*innen-Rechte verhindern? Wir steht es dabei um die oft intransparenten (algorithmischen) Managementsysteme von Plattformen: Neue Flexibilität oder Vorzeichen einer neuen digitalen Fremdbestimmung?

Nachdem Plattformarbeit in den letzten Jahren viele Gerichte beschäftigt hat – wie etwa das oberste Bundesarbeitsgericht – hat die EU-Kommission nun eine Initiative für faire Plattformarbeit gestartet. Sie präsentiert eine Reihe von Vorschlägen, um die Rechte der Plattformarbeiter*innen zu stärken. Bringt dies also den erhofften Durchbruch für Gute Plattformarbeit? Genau darüber wollen wir mit Ihnen diskutieren.

Diskutieren Sie am 8.6.22 um 17:00 auf Stage 2 mit Lilian Tschan, BMAS; Yasmin Fahimi, DGB und Dirk Kasten, care.com Europe GmbH, wie die Potenziale der Plattformökonomie genutzt und zugleich gute Tätigkeitsbedingungen und soziale Absicherung in der Plattformökonomie gewährleistet werden können.

Sprecher*innen

  • Lilian Tschan

    Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales

    Lilian Tschan wurde 1979 in Konstanz geboren. Nach dem Abitur begann sie 1999 ihr Studium der Verwaltungswissenschaften, welches sie in Potsdam und Perugia absolvierte und 2005 mit einem Diplom abschloss.

    Im Anschluss arbeitete Lilian Tschan zunächst als Managerin für Politische Kommunikation im Hauptstadtbüro der Serco GmbH, bevor sie 2007 als Persönliche Referentin des Generalsekretärs beim SPD-Parteivorstand in die Politik wechselte. Von 2009 bis 2011 war sie als Referentin der SPD-Bundestagsfraktion im Büro des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Hubertus Heil tätig. 

    Von 2011 bis 2014 war Lilian Tschan Beauftragte für Arbeit und Soziales, Familie und Gesundheit in der Vertretung des Landes Baden-Württembergs in Berlin. 2014 wurde sie Referatsleiterin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wo sie bis 2018 tätig war. 

    Von 2018 bis 2022 leitete Lilian Tschan den Leitungsstab von Bundesminister Hubertus Heil im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
    Seit Februar 2022 ist sie Beamtete Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

  • Yasmin Fahimi

    Vorsitzende Deutscher Gewerkschaftsbund

    Yasmin Fahimi wurde 1967 in Hannover geboren und ist dort aufgewachsen. Nach ihrem Abitur studierte sie an der Leibniz Universität Hannover Chemie und schloss 1998 ihr Studium erfolgreich als Diplom Chemikerin ab.

    Im Anschluss arbeitete Fahimi zunächst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stiftung Arbeit und Umwelt. Von 2000 bis 2013 war sie als Gewerkschaftssekretärin bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Hannover tätig - zunächst beim Vorstand, später als Abteilungsleiterin.

    2014 wurde sie zur Generalsekretärin der SPD gewählt. Zwei Jahre später wechselte sie als Staatssekretärin ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales und verantwortete bis 2017 insbesondere die Bereiche Rente und Arbeitsrecht.

    Im Oktober 2017 zog Yasmin Fahimi erstmals als direkt gewählte Abgeordnete für den Wahlkreis 42, Stadt Hannover II, in den Bundestag ein. Sie war in der Legislatur Mitglied und Obfrau der SPD-Fraktion in der Enquetekommission "Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt".

    2018 übernahm sie den Vorsitz der AWO im Bezirksverband Hannover.

    Im September 2021 wurde Fahimi erneut direkt ins Parlament gewählt, war Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Seit Dezember 2021 war sie Mitglied im Parteivorstand der SPD.

    Am 9. Mai 2022 wurde Yasmin Fahimi beim 22. Ordentlichen Bundeskongress zur Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes gewählt.

  • Dirk Kasten

    Managing Director, Care.com Europe

    Dirk ist Geschäftsführer von Care.com Europe. Das Unternehmen bietet seit 2007 Plattformen für familiennahe Dienstleitungen in zahlreichen europäischen Ländern an. Er studierte Germanistik, BWL und Medienwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover bevor ihn Stationen bei Johanssen + Kretschmer und KPMG 2012 zu Care.com führten.

  • Semih Yalcin

    GBR-Vorsitzender Lieferando

    Semih Yalcin wurde in Köln geboren und hat an der Universität Bonn Geschichte und Rechtswissenschaften studiert. Nach dem Abitur diente er zwei Jahre als Soldat bei der Bundeswehr und arbeitete später als Helfer auf Baustellen, bei der DHL als Verlader, in einem Archiv, beim WDR und im Kölner Großmarkt. 2016 hat er als Fahrradkurier bei Foodora angefangen und war dort Teamleiter.

    Mittlerweile arbeitet er beim internationalen Onlinenabieter für Lieferdienstleitungen Just Eat Takeaway für deren Marke Lieferando. Seit fünf Jahren vertritt er die Interessen der Beschäftigten als Betriebsrat, zeitweise sogar im Aufsichtsrat der Delivery Hero SE. Nebenbei arbeitet er an verschiedenen Projekten, gibt Workshops und ist freiberuflich tätig. Er ist ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Köln, Reservist bei der Bundeswehr und Mitglied der Tarifkommission bei Lieferando.

Moderation

09.06.2022 18:15 – 19:15

KI erleben mit virtueller Realität - Psychologische Effekte der Gestaltung KI-basierter Systeme

Workshop AI Literacy

Wie stellen Sie sich Ihre zukünftigen KI-basierten Arbeitskolleg*innen vor? Was glauben Sie, welchen Einfluss die Gestaltung dieser KI-Systeme auf Akzeptanz und Zufriedenheit hat? Wenn Sie Antworten auf diese Fragen suchen, dann sind Sie in diesem Workshop genau richtig!

In unserer digitalisierten Gegenwart gehören digitale Endgeräte und Anwendungen längst zum Alltag – im privaten aber auch im Arbeitsumfeld. Aktuelle KI-basierte Systeme geben einen ersten Vorgeschmack auf das, was in der Zukunft möglich sein wird: Digitale Systeme werden immer interaktiver und vielleicht sogar intelligenter. Neben menschlichen Arbeitskolleg*innen werden wir zunehmend auch mit KI-basierten Teammitgliedern zusammenarbeiten. Was für die Allermeisten von uns noch Zukunftsmusik ist, nimmt dieser Workshop in den Blick und erlaubt erste Begegnungen mit KI-Kolleg*innen. 

In den Diskussionen rund um Künstliche Intelligenz (KI) verschiebt sich aktuell die Perspektive: Lag der Schwerpunkt bisher auf den technischen Aspekten und Gelingensbedingungen werden zunehmen auch die menschlichen Anwender*innen mit einbezogen. Neben dem technischen Funktionieren von digitalen Systemen stehen stärker auch die Anforderungen der Menschen im Fokus, die mit der Technik umgehen sollen. Ihre Wahrnehmungen und Wünsche werden als immer zentraler für erfolgreiche Implementierungen technischer Systeme betrachtet. So zeigen erste wissenschaftliche Studien, dass die Gestaltung von KI-Systemen einen bedeutsamen Einfluss auf die Akzeptanz und Bewertung der KI-Systeme hat. 

Der Workshop greift dieses Thema auf und macht Lebens- und Arbeitswelten der Zukunft immersiv erlebbar. Wir öffnen und betreten Assoziationsräume zu Künstlichen Intelligenzen und bieten die Chance, verschiedene Gestaltungen von KI-Systemen in virtueller Realität auf uns wirken zu lassen. Dabei ergründen wir, wie sich verschiedene Designs von digitalen Interaktionspartnern auf unsere Wahrnehmung sowie unsere Bewertung der Systeme auswirken. 

Wir freuen uns auf Sie – auf der re:publica am 9.6., um 18:15 Uhr im Workshop T!

Sprecher*innen

  • Carolin Wienrich

    Juniorprofessorin für Mensch-Computer-Systeme, Universität Würzburg

    Als Juniorprofessorin für Mensch-Computer-Systeme sowie der Co-Leiterin des XR-HUBs an der JMU Würzburg gestaltet sie digitale Transformationen. An der Schnittstelle von Psychologie und Informatik erforscht sie dabei den Einsatz von XR Simulationen zur menschzentrierten und ganzheitlichen Entwicklung und Evaluation von KI-Systemen und digitalen Interventionen. Ihr Fokus liegt auf Implikationen für menschliche Kognitionen, Emotionen und Konationen. Innovative Lehr- und Lernformate im Bereich AI-Literacy liegen ihr am Herzen.  

  • Astrid Carolus

    Medienpsychologin, Universität Würzburg

    Astrid ist Medienpsychologin und arbeitet als Akademische Rätin an der Universität Würzburg. In ihrer Lehre und Forschung beschäftigt sie sich mit der Interaktion von Menschen mit digitaler Technologie - insbesondere mit KI-basierten Systemen. Aus psychologischer Perspektive analysiert und entwickelt sie Mensch-Technik-Interaktionen, leitet Bedingungen für eine erfolgreiche Nutzung sowie Maßnahmen zur Förderung digitaler Kompetenz ab. Astrid ist eine zertifizierte Kodiererin im Facial Action Coding System (FACS) zur Analyse mimischer Expressionen und arbeitet freiberuflich als Unternehmensberaterin und Coach.

10.06.2022 10:00 – 10:30

Der Maschinenraum des Sozialstaates – Die Modernisierung der Verwaltung durch KI

Session Moderne Verwaltung

Wie können digitale Technologien dazu beitragen, die Verwaltung zu modernisieren, sie innovativer, effizienter und bürger*innenfreundlicher zu machen? Diskutieren Sie mit Lilian Tschan, Bundesministerium für Arbeit und Soziales; Martina Hofmann, Bundesagentur für Arbeit und Matthias Spielkamp, AlgorthimWatch über die Behörde der Zukunft! 

Jedes Jahr werden Millionen Anträge und Informationsanfragen an Behörden gerichtet. Die Bürger*innen erwarten zu Recht eine funktionierende, moderne und digitale Verwaltung – insbesondere auch in Umbruch- oder Krisensituationen des Lebens. Hier sind die Potenziale von Künstlicher Intelligenz enorm: KI-Systeme können Prozesse effizienter gestalten und Bearbeitungszeiten verkürzen, Kapazitäten für eine individuelle Betreuung freimachen und Kosten senken.

Zugleich hat die Verwaltung bei der Einführung neuer Technologien eine besondere Verantwortung. Es werden sehr sensible Daten verarbeitet, und die Entscheidungen haben direkte Auswirkungen auf die Bürger*innen. Hier ist ein multiperspektivischer Blick gefragt. Deshalb hat die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft im Bundesministerium für Arbeit und Soziales 2021 das „Netzwerk Künstliche Intelligenz in der Arbeits- und Sozialverwaltung“ initiiert. Dort tauschen sich Vertreter*innen von Behörden rund um das Bundesarbeitsministerium über die unterschiedlichen Erfahrungen, Potenziale und Herausforderungen bei der Einführung von KI-Anwendungen in der Verwaltung aus, lernen voneinander und entwickeln gemeinsam Leitlinien für den KI-Einsatz in der behördlichen Praxis. So soll gewährleistet werden, dass KI-Systeme für die Verwaltung transparent, diskriminierungsfrei und serviceorientiert ausgerichtet werden.

Diskutieren Sie mit Lilian Tschan, Martina Hofmann und Matthias Spielkamp auf der re:publica am 10.6., 10:00 Uhr auf Stage 3, was eine zukunftsfähige und bürger*innenfreundliche Behörde ausmacht und was KI dazu beitragen kann!

Sprecher*innen

  • Lilian Tschan

    Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales

    Lilian Tschan wurde 1979 in Konstanz geboren. Nach dem Abitur begann sie 1999 ihr Studium der Verwaltungswissenschaften, welches sie in Potsdam und Perugia absolvierte und 2005 mit einem Diplom abschloss.

    Im Anschluss arbeitete Lilian Tschan zunächst als Managerin für Politische Kommunikation im Hauptstadtbüro der Serco GmbH, bevor sie 2007 als Persönliche Referentin des Generalsekretärs beim SPD-Parteivorstand in die Politik wechselte. Von 2009 bis 2011 war sie als Referentin der SPD-Bundestagsfraktion im Büro des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Hubertus Heil tätig. 

    Von 2011 bis 2014 war Lilian Tschan Beauftragte für Arbeit und Soziales, Familie und Gesundheit in der Vertretung des Landes Baden-Württembergs in Berlin. 2014 wurde sie Referatsleiterin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wo sie bis 2018 tätig war. 

    Von 2018 bis 2022 leitete Lilian Tschan den Leitungsstab von Bundesminister Hubertus Heil im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
    Seit Februar 2022 ist sie Beamtete Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

  • Martina Hofmann

    Bundesagentur für Arbeit

    Martina Hofmann leitet seit 2018 den Bereich Business Intelligence/Data Warehouse im IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit und verantwortet eines der größten Data Warehouses im Public Sector der EU.

    In diesem Bereich etabliert sie aktuell ein Kompetenzzentrum für KI und ML, mit dem sie innovative Machine Learning Modelle zur Unterstützung der Prozesse in der BA entwickelt.

    Neben ihrer Leidenschaft für Daten bringt Martina große systemische Expertise in der Organisationsentwicklung und im Changemanagement mit.

    Intelligente Datennutzung hält sie für einen starken Hebel in der Modernisierung der Verwaltung.

  • Matthias Spielkamp

    Mitgründer und Geschäftsführer AlgorithmWatch

    Matthias Spielkamp ist Mitgründer und Geschäftsführer von AlgorithmWatch. Er war Sachverständiger in Anhörungen des Europarats, des EU-Parlaments, des Bundestags und ist Mitglied der Global Partnership on Artificial Intelligence (GPAI). Er ist Journalist, Unternehmer, Bürgerrechtsaktivist und Vorstandsmitglied der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen. Matthias Spielkamp ist des Weiteren Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Warentest, im Beirat des Whistleblower Netzwerks und im Fachausschuss Kommunikation/Information der Deutschen UNESCO-Kommission. Er ist Autor und Herausgeber der Automating Society Reports und Büchern zu Algorithmen, KI und Automatisierung, Internet Governance, der Zukunft des Journalismus und des Urheberrechts. Seine journalistischen Beiträge sind in MIT Technology Review, Die Zeit, brand eins und ielen anderen Publikationen erschienen.

Moderation

  • Mads Pankow

    Autor und Politikberater

    Mads Pankow (*1985) ist selbstständiger Autor, Moderator und Politikberater. Er hält Vorträge zu Themen der Digitalen Gesellschaft und Künstlichen Intelligenz und ist wöchentlich im Podcast „Mensch, Maschine!“ zu hören.

    Von 2018 bis 2022 war er außerdem als Policy Advisor beim Innovationsbüro, dem Think Tank des Bundesfamilienministeriums tätig. Er ist Gründer der Zeitschrift für Gegenwartskultur „Die Epilog“ und war von 2013 bis 2018 ihr Herausgeber und Geschäftsführer. 2014 bis 2019 organisierte er jährlich das „Digital Bauhaus“, eine internationale Boutiquekonferenz an der Schnittstelle zwischen Technologie, Design und Gesellschaft in Weimar.

    Er hat in Marburg, Malmö und Weimar Medien-, Kultur- und Organisationswissenschaft studiert und sich auf technikphilosophische und -soziologische Fragen spezialisiert.

10.06.2022 14:30 – 15:30

Speed date your AIdea - mit Ihrer Idee die Welt verbessern!

Workshop Civic Innovation

Wie kann Künstliche Intelligenz nicht nur für einige wenige, sondern für alle nutzbar werden – und zwar egal ob in Sachen Umwelt, Gesundheit, Arbeitswelt, Mobilität…? In unserem Workshop Speed Date your AIdea! auf der re:publica 2022 freuen wir uns über Ihre Impulse! Alle Infos zum Workshop und zur Teilnahme. 

Innovationen entstehen nur selten im stillen Kämmerlein, sie brauchen Impulse aus der Gesellschaft – von der Nachbarin oder dem kleinen Händler von gegenüber genauso wie von Verbänden, Unternehmen, Institutionen. Durch den offenen Austausch zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteur*innen mit ihren individuellen Sichtweisen kommen das Wissen und die Kreativität zusammen, um KI für gemeinwohlorientierte Zwecke nutzen zu können.  

Hier sind Sie gefragt! Ziel unseres Workshops Speed Date your AIdea! auf der re:publica22 in Berlin ist es, gemeinsam KI-basierte Ideen zu entwickeln, die das Potenzial haben, unsere Lebenswelt gezielt und spürbar zu verbessern. Vernetzung, Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven stehen im Fokus der einstündigen Session. An verschiedenen „Innovation-Lab-Stationen“ finden sich Gleichgesinnte zusammen und entwickeln mithilfe von Leitfragen und Kreativtechniken im Team KI-basierte Lösungsansätze für gesellschaftliche Themen wie Teilhabefragen, Verwaltungsmoderinisierung, psychische Gesundheit am Arbeitsplatz und viele weitere mehr. Jede Station ist als Inspiration einer bestimmten Fragestellung zugeordnet. In der Abschlussrunde können die Ideen gepitcht und Kontakte mit Gleichgesinnten geknüpft werden - wer überzeugt ist, kann sich auch direkt auf unserer Matching-Plattform civic-innovation.de registrieren und mit der CIP-Community vernetzen.  

Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung finden Sie auf der Website der re:publica.

Wir freuen uns auf Ihre Ideen - auf der re:publica am 10.6., um 14:30 Uhr im Workshop T!
Das Team der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft im BMAS

Sprecher*innen

  • Mads Pankow

    Autor und Politikberater

    Mads Pankow (*1985) ist selbstständiger Autor, Moderator und Politikberater. Er hält Vorträge zu Themen der Digitalen Gesellschaft und Künstlichen Intelligenz und ist wöchentlich im Podcast „Mensch, Maschine!“ zu hören.

    Von 2018 bis 2022 war er außerdem als Policy Advisor beim Innovationsbüro, dem Think Tank des Bundesfamilienministeriums tätig. Er ist Gründer der Zeitschrift für Gegenwartskultur „Die Epilog“ und war von 2013 bis 2018 ihr Herausgeber und Geschäftsführer. 2014 bis 2019 organisierte er jährlich das „Digital Bauhaus“, eine internationale Boutiquekonferenz an der Schnittstelle zwischen Technologie, Design und Gesellschaft in Weimar.

    Er hat in Marburg, Malmö und Weimar Medien-, Kultur- und Organisationswissenschaft studiert und sich auf technikphilosophische und -soziologische Fragen spezialisiert.