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Workshops und Labs

Rückblick auf Fachveranstaltung "Arbeitsorganisation im Wandel"

Verschiedene Bastelmaterialien

Die Denkfabrik veranstaltete am 10.12.18 den Workshop "Arbeitsorganisation im Wandel" im Rahmen des Zukunftsdialogs "Neue Arbeit, Neue Sicherheit".

Am 10. Dezember 2018 führte die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft den Workshop "Arbeitsorganisation im Wandel" im BMAS durch. Anlass des Workshops war, aus verschiedenen Blickwinkeln die zentralen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsgesellschaft zu beleuchten und in einer sehr heterogenen Gruppe von Expert*innen aus Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften, Beschäftigten, Selbstständigen und Betriebsrät*innen die Anforderung an Kompetenzen, Arbeitsorganisation, Arbeitsbeziehung und möglicherweise auch rechtliche Regelungen zu identifizieren. Der thematische Fokus lag auf den Themen Arbeitszeit und orts- und zeitflexibles Arbeiten, psychische Gesundheit sowie betriebliche Mitbestimmung. Mit der Methode des Design Thinkings konnte die Vielschichtigkeit der Aspekte für eine gelingende digitale Transformation zusammengetragen und gebündelt werden.

Die Veranstaltung setzte sich aus zwei Programmpunkten zusammen - den Inputs von Expert*innen zu den Hauptthemen sowie einer Gruppenarbeit mit anschließender Diskussion.

Folgende Inputs dienten als Grundlage für die anschließende Phase des Design Thinkings: Der Arbeitsrechtler Prof. Dr. Daniel Ulber (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) führte aus, dass der Verlust von ehemals klassischen Bezugsgrößen wie z. B. Arbeitsort und Arbeitszeit ggfls. Anpassungen im Arbeitsrecht nach sich ziehen müsse. Die Arbeitswissenschaftlerin Shirley Ogolla (HIIG) fokussierte in ihrem Impuls auf das Verhältnis der betrieblichen Mitbestimmung und neuer Partizipationsplattformen. Dr. Wenke Apt (iit Berlin) gab einen Überblick über den Forschungsstand zum Einsatz von Assistenzsystemen in der Arbeitsorganisation und legte einen Schwerpunkt auf die rechtlichen und psychischen Implikationen. Im Anschluss erörterte Janett Kampf (IG Metall), wie betriebliche Mitbestimmung von Digitalisierung profitiert und organisiert werden kann. Die Aufgabe, das Bedürfnis der Beschäftigten nach orts- und zeitflexiblem Arbeiten mit den Anforderungen an Produktion bei gleichzeitigem branchenspezifischen Fachkräftemangel zu konsolidieren, ist laut Silke Steltmann (BAVC) die zentrale Herausforderung für die Arbeitsorganisation in den Unternehmen. Zum Abschluss der ersten Workshopphase schilderte Norman Niess (arvato) die positiven wie negativen Auswirkungen von KI auf den durch die Digitalisierung veränderten Arbeitsalltag eines Callcenter-Beschäftigten.

Agenda des Workshops

  • 09:30 Empfang und Registrierung
  • 10:00 Eingangsstatements durch ausgewählte Inputgeber
  • 11:30 Territory Map
  • 11:50 Creative Reframing
  • 12:15 Hintergrund/Kernprinzipien von Design Thinking
  • 12:30 Mittagspause
  • 13:00 Warm-up
  • 13:15 Whose life is it
  • 14:50 Nächste Schritte (Gameplan)
  • 15:15 Abschluss-Feedback (I like, I wish)
  • 15:30 Ende

Nach den Impulsen erarbeiteten die Kleingruppen mit Hilfe des Design Thinking-Ansatzes mögliche Lösungsansätze für die identifizierten Problemfelder. Die Ergebnisse dieses Workshops werden in den Zwischenbericht des Zukunftsdialogs "Neue Arbeit, Neue Sicherheit", der für März 2019 vorgesehen ist, einfließen und in einem Folgeprozess vertieft.

Die Fachveranstaltung "Arbeitsorganisation im Wandel" ist Teil des Zukunftsdialogs "Neue Arbeit, Neue Sicherheit", der die zentralen Herausforderungen für die Arbeitsorganisation der Zukunft diskutieren und mögliche gesetzliche und untergesetzliche Maßnahmen für einen gelingenden Transformationsprozess identifizieren will. Dieser Prozess soll Analysen sowie Orientierungen und Handlungsoptionen in zentralen Handlungsfeldern erarbeiten.

In der ersten Phase des Dialogs steht der öffentliche Austausch mit Bürger*innen im Mittelpunkt. In dieser Phase werden auch Tagungen und Workshops mit einer fachlichen Teilöffentlichkeit durchgeführt, die mit einem Zwischenbericht abschließt. Grundlage des Berichts ist die wissenschaftliche Begleitung, die im Bürgerdialog geäußerten Anliegen sowie die aus den Fachveranstaltungen gewonnenen Erkenntnissen zusammenfasst und konkrete Handlungsfelder für die zweite Dialogphase definiert.

Veröffentlicht am 28.11.2018 zum Thema: #Workshops und Labs

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