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Plattformökonomie

Modell mit Zukunft: Die Genossenschaft

Tafel mit Graphic Recording

Beim Workshop auf der re:publica 2019 hat sich gezeigt: Genossenschaften haben Zukunft.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe, Selbstverwaltung, Kooperation: Genossenschaften gewinnen mit Blick auf den aktuell viel diskutierten Wunsch nach Beteiligung an Relevanz. Der genossenschaftliche Ansatz, das Unternehmen in die Hände der Mitglieder zu geben, bildet darüber hinaus eine Möglichkeit, den sozialen und ökologischen Herausforderungen zu begegnen, die mit der Digitalisierung und der aktuellen Wirtschaftsentwicklung einhergehen. Die Genossenschaft gilt als Instrument für eine inklusiv gestaltete und demokratische Wirtschaft. Über digitale Genossenschaften könnten diese Prinzipien auch in der digitalen Ökonomie verankert werden.

Daher bot die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft einen Workshop zum Thema (digitale) Genossenschaften auf der re:publica 2019 an. Sie lud interessierte Besucherinnen und Besucher, die eine genossenschaftliche Plattform gründen wollen oder sich für „Platform Cooperativism“ interessieren, zu einem aktiven Austausch ein. Vor Ort waren vier Gesprächspartnerinnen und -partner aus der Praxis: Tanja Krämer und Christian Schwägerl von RiffReporter eG, Claudia Henke von h3-o eG und Co-Initiatorin von rethink coop, Kim Stattaus von Fairmondo eG und Organisationsberater Björn Stecher.

Zu Beginn stellten die Referentinnen und Referenten ihre Genossenschaften vor und berichteten von ihrer täglichen Arbeit. Danach ging es ans gemeinsame Arbeiten. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilten sich auf vier Gruppe auf, die zu unterschiedlichen Schwerpunkten arbeiteten – vom Geschäftsmodell und der Satzung bis zur Dynamik digitaler Prozesse. Dabei ging es um ganz konkrete Fragen, aber auch um grundlegende Assoziationen, die die Teilnehmenden mit Genossenschaften verbinden. Mitbestimmung und Demokratie, Gemeinschaft und Beteiligung – all dies sind Aspekte, die als Vorteile von Genossenschaften wahrgenommen werden. Für Björn Stecher zeigt das Genossenschaftskonstrukt „…wie Tradition in ein neues Zeitalter transformiert werden kann. Partizpativ, selbstständig und trotzdem gemeinsam sowie aufbauend auf einem sinngebenden Wertekonstrukt spiegelt es die Bedürfnisse der aktuellen Arbeitswelt wider.“

Aus den Diskussionsrunden wurde deutlich: Die digitale Genossenschaft bzw. die eingetragene Genossenschaft (eG) hat Zukunft. Auch wenn das dezentrale Arbeiten eine gute Organisation, Kommunikation und Dokumentation erfordert, ermöglicht es eine unternehmerische Selbstbestimmtheit und schafft Raum für Kreativität.

Veröffentlicht am 05.07.2019 zum Thema: #Plattformökonomie

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