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05.07.2019

Handlungsszenarien für gute Arbeit in der Plattformökonomie

Arbeitsplatz aus der Vogelperspektive.
Plattformen sind heute nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken: Wir bestellen Essen und buchen die Reinigungskraft auf Plattformen. Von zu Hause aus können Menschen über Plattformen, etwa durch Textarbeit oder Programmieren, Geld verdienen. Die Denkfabrik wird gemeinsam mit den Fachabteilungen des BMAS Handlungsszenarien für gute Arbeit in der Plattformökonomie erarbeiten.

Mit der steigenden Bedeutung von plattformbasierter Arbeit ist eine unumkehrbare Entwicklung eingetreten. Auch wenn die Forschung bisher noch keine verlässlichen Daten über die zukünftige Stärke und Umfänge ihrer Entwicklungen vorweisen kann, ebenso wie zu ihren Chancen und Risiken, wird allgemein davon ausgegangen, dass die Plattformökonomie in Zukunft wachsen wird. Wichtig ist daher, frühzeitig Handlungsbedarfe zu erkennen und einen Rahmen für gute Arbeit in der Plattformökonomie zu schaffen. Die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft setzt sich im Austausch mit Expert*innen aus der Wissenschaft, mit Unternehmer*innen und Beschäftigten intensiv mit der tatsächlichen und rechtlichen Verfasstheit der Gestaltung in der Plattformökonomie auseinander.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat die Denkfabrik damit beauftragt, die Plattformökonomie in Deutschland zu durchleuchten und Gestaltungsansätze für gute Arbeit in der Plattformökonomie zu entwickeln.

Die Denkfabrik hat im Februar 2019 zunächst im Rahmen so genannter Hearings mit Akteur*innen aus dem Bereich der Plattformökonomie ein Lagebild erstellt. Sowohl Plattform-Beschäftigte (die ihre Leistung auf der Plattform erbringen oder über sie vermittelt werden) als auch Plattformbetreiber*innen wurden zum Austausch eingeladen und stellten ihre Sichtweisen sowie Herausforderungen und mögliche Handlungsansätze dar. Datentransparenz, Rechte und Pflichten von Plattformbetreiber*innen, die Abgrenzung zwischen (Solo-) Selbstständigkeit und Arbeitnehmerstatus waren hier wichtige Gesprächsthemen.

Im Mai 2019 hat die Denkfabrik zudem zwei jeweils viertägige Zukunfts-Labs mit einer interdisziplinären Gruppe aus Wissenschaft und Praxis zum Thema Plattformökonomie veranstaltet. Als roter Faden wurde dabei die Frage diskutiert, ob Plattformarbeiter*innen eine größere (sozial-)staatliche Unterstützung benötigen, als dies im bestehenden System der Fall ist. Es wurde insbesondere beleuchtet, welche Bedürfnisse und Ansprüche Plattformarbeiter*innen haben und welches Interesse Staat, Wirtschaft und Gesellschaft an veränderten Rahmenbedingungen haben könnten. Die von den Labs erarbeiteten Handlungsvorschläge fließen in die weitere Arbeit der Denkfabrik ein.

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