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Plattformökonomie

Crowdworking: Verbundprojekt beleuchtet den Status quo

Ein Mann steht mit einem Notizbuch in der Hand vor einem Laptop.

Crowdwork prägt die Debatte über neue Arbeitsformen der digitalen Transformation. Trotzdem wissen wir aus den vorliegenden Daten bislang erstaunlich wenig über sie ... An dieser Leerstelle setzt der durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte "Crowdworking Monitor" an und gibt erste Hinweise darauf, wie es um das Crowdworking in Deutschland steht.

Crowdwork nimmt unter den neuen Arbeitsformen eine prominente Stellung ein. Die Datenlage zu dieser Form der Arbeit, bei der temporäre Arbeitsaufträge über Plattformen vermittelt werden, ist allerdings unbefriedigend. Deshalb fördert das BMAS den "Crowdworking Monitor", ein Verbundprojekt der Hochschule Rhein-Waal und des Online-Erhebungsinstituts Civey.

Ziel des Projekts ist es, mithilfe einer groß angelegten Umfrage unter Internet-Nutzern die Debatte über Crowdwork auf eine stabilere empirische Basis zu stellen: Beinahe 500.000 Rückläufer flossen in die Studie ein. Nun liegen bereits zwei von vier geplanten Monitoren zur Auswertung der Daten vor. Die Forschungsberichte enthalten erste aufschlussreiche Erkenntnisse über den extrem heterogenen und sich ständig wandelnden Crowdworking-Markt.

Bereits vorliegende Schätzungen zum Ausmaß plattformvermittelter Tätigkeiten auf europäischer Ebene decken sich mit der Auswertung des Crowdworking-Monitors: Crowdworker*innen sind eher jünger, alleinstehend und männlich und in urbanen Räumen ansässig. Ein überdurchschnittliches Bildungsniveau lässt sich anhand der Daten nicht feststellen. Für die Mehrheit ist Crowdwork bislang nur ein Nebenerwerb.

Zusätzlich zu diesen demografischen Analysen werten die Forscherinnen und Forscher der Hochschule Rhein-Waal auch die Motivationen von Crowdworker*innen aus und untersuchen die Zufriedenheit mit bestehenden Crowdwork-Verhältnissen.

Der Crowdworking-Monitor stellt das Wissen über die Plattformökonomie auf eine breitere empirische Basis und vertieft es punktuell. Er liefert erste indikative Ergebnisse, anhand derer sich besser verstehen lässt, welche Herausforderungen und Chancen in neuen Arbeitsformen stecken.

Veröffentlicht am 16.10.2019 zum Thema: #Plattformökonomie

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