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KI-Observatorium

Auftaktworkshop zur Entwicklung von KI-Indikatoren im Bereich Arbeit und Gesellschaft

Auf einem aufgeklappten Laptop liegt ein Smartphone mit dem eine Videokonferenz gestartet wird.

Welche Benchmarks eignen sich, um die Auswirkungen des vermehrten Einsatzes von KI-Technologien messen zu können? Das KI-Observatorium startet einen Dialog mit Expert*innen und Stakeholder*innen.

Künstliche Intelligenz steht im Mittelpunkt gesellschaftlicher und politischer Debatten. Um diese Debatten führen und Entwicklungstrends einschätzen zu können, benötigen wir Indikatoren, Daten und Analysen. Jedoch gibt es bisher nur wenig robuste Datengrundlagen, die die KI-Landschaft in Deutschland und im internationalen Vergleich verlässlich abbilden können. Dies gilt insbesondere für die Entwicklungen von KI-Technologien im Bereich Arbeit und Gesellschaft. Während Weiterentwicklungen in der Forschung sowie Wirtschaft bereits durch KI-Indikatoren erfasst werden, - etwa durch die Auswertung von Publikationen, Zitationen, Patenten, Konferenzteilnahmen, Anzahl und Gründung von Startups, der Höhe der Investitionen oder der Adaption in den Unternehmen - fehlen solche Benchmarks für die Bereiche Arbeit und Gesellschaft bisher. 

Aus diesem Grund hat das KI-Observatorium zu einem virtuellen Workshop eingeladen, um über die Potenziale von Indikatoren zur Beobachtung und Analyse von KI in Arbeit und Gesellschaft zu diskutieren. Mit mehr als 40 Stakeholder*innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft konnten in einem explorativen Format die unterschiedlichsten Perspektiven zu relevanten Indikatoren beleuchtet werden.

Die Diskussion, die von Stefan Heumann von der Stiftung Neue Verantwortung moderiert wurde, verdeutlichte rasch die sehr große Bandbreite von möglichen KI-Indikatoren, die erhoben werden könnten. Indikatoren haben zwar ein enormes Potenzial, sie können uns ausschnitthafte Hinweise auf die Entwicklung von KI liefern, aber sie können die Grundlagenforschung keineswegs ersetzen. Zudem sollten die Indikatoren, da KI eine überaus dynamische Technologie ist, stets weiterentwickelt werden.

Zu den konkreten Fragen, mit denen sich die Teilnehmer*innen im Plenum sowie in den Arbeitsgruppen beschäftigten und die die Indikatoren erfassen sollten, gehörten unter anderem: Welche Aufgaben können in Zukunft durch KI-Anwendungen ersetzt werden und wie wirkt sich das auf die Personalnachfrage und Kompetenzanforderungen in bestimmten Berufsgruppen aus? Inwieweit werden Betriebsräte bei der Einführung und Anwendung von KI in den Betrieben miteinbezogen und beteiligt? Wie wirkt sich die Einführung und Anwendung von KI auf die Arbeitszufriedenheit und die physische sowie psychische Gesundheit aus? Welchen Effekt hat KI auf Ungleichheit und soziale Mobilität in Deutschland?

Das KI-Observatorium wird sich in den kommenden Monaten mit dem Thema KI-Indikatorik intensiv beschäftigen: Es macht sich zur Aufgabe neue - für die Bereiche Arbeit und Gesellschaft relevante - Indikatoren auszuwählen und zu entwickeln. Und auch der Austausch mit den Expert*innen und Stakeholder*innen wird weiter fortgesetzt.

Veröffentlicht am 15.06.2020 zum Thema: KI-Observatorium

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