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Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft: Arbeit neu denken.

Gruppenbild der Denkfabrik
Das Team der Denkfabrik mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil © Werner Schüring
Eine sich rasant verändernde Arbeitswelt erfordert das Engagement vieler Akteure. Die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft will Akteure und Perspektiven zusammenbringen.

Die Auswirkungen der digitalen Transformation auf Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur sind tiefgreifend. Auch die Arbeitswelt als wichtiger Lebensbereich ist in all ihren Facetten von diesen Veränderungen betroffen. Produktionszyklen, Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle verändern sich und damit auch Arbeitsorganisation und -kultur in den Betrieben. Es entstehen neue Formen der Beschäftigung. Der Einsatz innovativer Technologien in den Unternehmen erfordert andere Fähigkeiten und Qualifikationen und verändert dadurch auch die Berufe selbst. Die OECD schätzt, dass in über einem Drittel aller Berufe zwischen 50 und 70 Prozent der Tätigkeiten neu ausgerichtet werden. Und das in einem Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren.

Auch die Erwartungen der Menschen an ihre Arbeit haben sich gewandelt. Viele wollen flexibler arbeiten – unabhängig von einem festen Arbeitsplatz oder einer starren Arbeitszeit. Sie wünschen sich eine ausgewogene Balance von Beruf und Privatleben, ohne dabei auf beruflichen Erfolg zu verzichten. Zugleich entstehen auch durch flexible Arbeitsmodelle neue Herausforderungen: Arbeit und Zusammenarbeit müssen anders organisiert werden und es bedarf der Entwicklung von Selbsttechniken, damit Arbeit und Privatleben nicht in einer Weise verschwimmen, die Gesundheit und Familienleben belasten. 

Die Gestaltung einer sich rasant verändernden Arbeitswelt erfordert das Engagement vieler Akteure aus Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft Politik und Verwaltung und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger selbst. Die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft hat den Anspruch, den gesellschaftlichen Dialog über die digitale Transformation der Arbeitsgesellschaft mitzugestalten.

Gemeinsam gehen wir jetzt den entscheidenden Schritt weiter.

Mit der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine für Ministerien neuartige, interdisziplinär und agil arbeitende Organisationseinheit eingerichtet, die Funktionen und Arbeitsweisen eines klassischen Think Tanks und eines zeitgenössischen Future Labs verbindet. Im Oktober 2018 hat die Denkfabrik ihre Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, neue Handlungsfelder, die für das Arbeits- und Sozialministerium durch die Digitalisierung und andere Trends entstehen, frühzeitig zu identifizieren, die Arbeitswelt stärker im gesellschaftlichen Kontext zu erfassen und neue Lösungsansätze für die Arbeitsgesellschaft der Zukunft zu entwickeln.

Die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft bündelt Projekte und Prozesse rund um die digitale Transformation innerhalb des BMAS und entwickelt daraus ein größeres Bild der Arbeitsgesellschaft der Zukunft. Sie bildet damit eine zentrale Anspielstation für Wissenschaft, Praxis und Sozialpartner. Der Ansatz der Denkfabrik ist es, die Digitalisierung konsequent und systematisch von den Menschen und ihren sozialen und gesellschaftlichen Beziehungen her zu denken. Dem zugrunde liegt die feste Überzeugung, dass sich gerade in einer sich stetig wandelnden digitalen Wirtschaft der Rahmen so gestalten lässt, dass sich Arbeitsverhältnisse an den Bedürfnissen der Beschäftigten und den Anforderungen an gute Arbeit orientieren. 

Mit wissenschaftlichen Methoden der strategischen Vorausschau beobachtet die Denkfabrik Trends in Technologie, Ökonomie und Gesellschaft. Welche Bedeutung haben sie für die Zukunft der Arbeitsgesellschaft? Welche Entwicklungslinien sind möglich? Wie ist der internationale Forschungsstand und wo können wir von den Erfahrungen anderer Länder profitieren? Wo ist Forschungsbedarf, und mit welchen Partnern aus Wissenschaft und Praxis können Erkenntnisbedarfe identifiziert und Forschungslücken gefüllt werden? Auf dieser Grundlage definiert die Denkfabrik unmittelbaren und langfristigen politischen Gestaltungsbedarf. Sie formuliert konkrete Gestaltungsaufgaben für das BMAS und beteiligt sich damit maßgeblich an der Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung.

Gruppenbild der Denkfabrik
Das Team der Denkfabrik mit Staatssekretär Björn Böh­ning und Dr. Julia Borggräfe. © Werner Schüring

Wir denken nicht alleine

Die Gestaltung der Zukunft ist ein komplexer sozialer Prozess, an dem viele Akteure beteiligt sind. Entsprechend verankert sich die Denkfabrik in den Debatten und Diskursen, die in der Wissenschaft, aber auch in der Praxis, in Unternehmen, Verbänden, Institutionen und in der Öffentlichkeit geführt werden. Ein intensiver Austausch ist für die Entwicklung realistischer Zukunftsszenarien ebenso wichtig wie für die Gestaltung neuer Regeln und lebensnaher Antworten auf die Herausforderungen der Digitalisierung. Um konkrete Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, die die Vielfalt des Wissens, der Interessen und der Erfahrungen abbilden, wendet die Denkfabrik unterschiedliche Methoden des Zusammendenkens an: von kleinen Gesprächs- und Diskussionsrunden, über Workshops und Co-Creation-Prozesse bis hin zu mehrtägigen Design-Thinking-Labs. Ein geplantes internationales Fellowship-Programm wird mit dazu beitragen, das Arbeitsministerium durchlässig für neue Ideen zu machen.       

Wir wollen vorher gestalten, statt „Hinterher-Regieren“.

Die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft ist eine neuartige Organisationseinheit innerhalb der Abteilung „Digitalisierung und Arbeitswelt“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Sie ist offen für Menschen und Einrichtungen, die sich mit der digitalen Transformation in der Arbeitswelt befassen. Sie sind eingeladen, sich an folgenden Stellen zu beteiligen:

  • Mitdenken
    Gemeinsam systematisieren, analysieren und entwickeln wir die vorhandenen Wissens- und Datenbestände weiter, z. B. bei Themen wie Künstliche Intelligenz, Plattformökonomie oder Datenschutz in der Arbeitwelt.
  • Gestalten
    Bringen Sie Ihren Input und Ihre praktische Erfahrung ein, damit wir unsere Erkenntnisse in eine aktive, zukunftsgewandte Politikgestaltung umsetzen können.
  • Austauschen
    Vom Fellowship-Programm bis zur Fachtagung: Wir nutzen verschiedene Formate, die die interdisziplinäre und internationale Vernetzung und den Wissensaustausch fördern.
  • Mitmachen?
    Vernetzen Sie sich mit der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft und abonnieren Sie hier unseren Newsletter, in dem wir Sie regelmäßig über unsere Arbeit, Veranstaltungen und Ergebnisse informieren.
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