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Auftakt der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft "Digitale Transformation ist Herausforderung und Ermutigung"

Am 11. Oktober 2018 lud der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, gemeinsam mit dem zuständigen Staatssekretär, Björn Böhning, in den Berliner Sitz des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Auftakt der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft ein, dem neu gegründeten Think Tank des Bundesarbeitsministeriums.

Die Digitalisierung ist in vielfältiger Weise Teil unserer Alltagskultur geworden: Wir informieren und orientieren uns im Netz, kommunizieren über unterschiedliche Kanäle, mailen, simsen, chatten und twittern; wir shoppen und spielen auf Plattformen, arbeiten mit digitalen Medien und in der Cloud, erledigen unsere Bankgeschäfte online und leben in smarten Umgebungen. In schneller Abfolge sind wir mit neuen Technologien und Geräten konfrontiert und integrieren sie in unser Leben. Längst haben sich unsere Alltagspraktiken geändert – und damit auch wir? Wie verändern sich Wahrnehmen, Sprechen, und Denken in der digitalen Transformation? Was bedeutet die Digitalisierung für unser Konzept von Mensch und Gesellschaft?

"Die Digitalisierung wird zu der sozialen Frage des 21. Jahrhunderts. Sie wird nur dann positiv beantwortet werden können, wenn wir dafür sorgen, dass auch die neu entstehende digitale Arbeit gute Arbeit ist. Die Denkfabrik wird in diesem Sinne eine Expeditions-Einheit sein, die den digitalen Raum politisch entdeckt und kartographiert, weiße Flecken füllt, neue Chancen entdeckt und vor Risiken warnt", so Bundesminister Heil in seiner Eröffnungsrede.

Unter dem Motto "Denken in der digitalen Transformation" führte das Team der Denkfabrik durch einen Abend mit internationalen Gästen: Die Impulse der Philosophin Janina Loh, des Experten für Innovationsstrategien aus den USA, Olaf Groth, und des Soziologen Dirk Baecker spannten den Bogen von den Auswirkungen des Trans- und Posthumanismus auf den Menschen, über den Menschen in einer Welt denkender Maschinen bis zu Überlegungen zur nächsten Gesellschaft. Aufgegriffen und diskutiert wurden diese Überlegungen im anschließenden Gespräch von der Schriftstellerin Katrin Röggla, dem Regisseur Tom Tykwer, der Journalistin Ute Schaeffer und dem Kulturwissenschaftler Thomas Macho. Zum Abschluss diskutierten Staatssekretär Björn Böhning und der englische Journalist und Autor Paul Mason über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft. "Künstliche Intelligenz ist für die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft ein zentrales Schwerpunktthema. Gerade mit Blick auf die rasanten Entwicklungen ist es ein Anliegen der Denkfabrik, die internationale Perspektive in ihre Arbeit einzubeziehen und ein weites Netzwerk aufzubauen", so Staatssekretär Böhning.

Die musikalischen und audiovisuellen Akzente des Abends setzten der Pianist Hauschka und der Visual Artist Uli Sigg, der Poetry Slammer Bas Böttcher reflektierte über das Arbeiten und das Denken.

Der darauffolgende 2. Tag des Auftakts der Denkfabrik hatte einen wissenschaftlichen Fokus:

Rund zwanzig Forschungsinstitutionen kamen in der Denkfabrik zusammen, um sich über den Forschungsstand zur Digitalisierung in Deutschland auszutauschen, Erkenntnislücken zu beschreiben und darzustellen, mit welchen Themen sich die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft aus ihrer Sicht befassen sollte.

Die Arbeitswelt als wichtiger Lebensbereich ist in all ihren Facetten von den tiefgreifenden Auswirkungen der digitalen Transformation auf Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur Veränderungen betroffen. Die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft wird sich der Entwicklung von Zukunftsszenarien widmen, neue Handlungsfelder für die Politik identifizieren und in innovativen Prozessen Lösungsansätze für konkrete Fragestellungen der Arbeitsgesellschaft von morgen entwickeln. Als eine neue und flexiblere Organisationeinheit innerhalb der Abteilung "Digitalisierung und Arbeitswelt" des BMAS soll sie dazu beitragen, diesen Wandel aktiv zu gestalten. Das Kernteam von zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitet interdisziplinär zusammen. Darüber hinaus ist geplant, immer wieder Expertise temporär dazu zu holen - beispielsweise durch ein internationales Fellowship-Programm, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen soll, mit Anbindung an das BMAS in Berlin zu forschen. Zu einzelnen Themen sollen zudem zeitlich befristete Formate wie Zukunftslabore eingerichtet werden, um andere Perspektiven, externes Wissen und Praxiserfahrung einzubeziehen.

Der Ansatz der Denkfabrik ist es, die Digitalisierung konsequent und systematisch von den Menschen und ihren sozialen und gesellschaftlichen Beziehungen her zu denken. So sollen neue Strategien zur Gestaltung der Arbeitsgesellschaft der Zukunft entwickelt werden. Zugleich wird die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft eine Plattform für Interaktion und Austausch sein. Sie bündelt Projekte und Prozesse rund um die digitale Transformation und ist zentrale Anspielstation für Wissenschaft, Praxis und Sozialpartner. Daher fiel rund um die Auftaktveranstaltung der Denkfabrik auch der Startschuss für weitere Projekte und Arbeitsgruppen: der Transatlantische Dialog zur künstlichen Intelligenz mit Partnern in den USA sowie die Fokusgruppe "Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt", die sich ebenfalls am 11. Oktober zu ihrer konstituierenden Sitzung getroffen hat.

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