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Die Arbeiten 4.0-Agenda des BMAS

Die Denkfabrik ist zentrale Anspielstation des BMAS für Wissenschaft, Praxis und Sozialpartner in allen Fragen der Digitalen Transformation. Für das BMAS erfüllt sie eine Servicefunktion für die Fachabteilungen, bündelt die digitalisierungsrelevanten Prozesse des BMAS in der Arbeiten 4.0-Agenda des BMAS und verzahnt sie im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung eng mit den Vorhaben anderer Ressorts.

Während die Denkfabrik sich vor allem um Zukunftsszenarien und Antworten auf neue Herausforderungen kümmert, gibt es im BMAS eine Vielzahl von Projekten, die zur Gestaltung der Arbeitswelt in der Digitalen Transformation beitragen. Viele von ihnen wurden im Dialogprozess Arbeiten 4.0 (2015-2017) entwickelt und fanden Eingang in den Koalitionsvertrag.

Die Denkfabrik bündelt die Arbeiten 4.0- Vorhaben des Hauses in einer BMAS-Agenda. Gleichzeitig ist die Denkfabrik selbst ein Experimentierraum für neue, agile Arbeitsmethoden und die Erprobung neuer Methoden der Politikgestaltung.

Folgende Initiativen und Vorhaben stehen dabei im Fokus:

Nationale Weiterbildungsstrategie

Vielfältige Berufsbiografien gehören bereits heute zur Normalität. Die Digitalisierung der Arbeitswelt stellt Beschäftigte vor die Herausforderung, sich fortlaufend weiterzuentwickeln und neue Kompetenzen und Arbeitsweisen zu erlernen. Weiterbildung und Qualifizierung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Gemeinsam mit den Sozialpartnern und in enger Abstimmung mit den Ländern entwickelt das BMAS gemeinsam mit dem BMBF eine Nationale Weiterbildungsstrategie. Sie soll die Fachkräftebasis in Deutschland stärken, den beruflichen Aufstieg erleichtern und den Menschen helfen, die großen Chancen der Digitalisierung für sich zu nutzen.

Strategie Künstliche Intelligenz (KI) der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz in Deutschland auf ein weltweit führendes Niveau zu bringen und hat dazu im Juli 2018 Eckpunkte veröffentlicht. Die Denkfabrik verantwortet innerhalb des BMAS die Erarbeitung der KI-Strategie, die auf dem Digital-Gipfel der Bundesregierung im Dezember 2018 in Nürnberg vorgestellt wird. Gemeinsam mit den anderen federführenden Ressorts BMWi und BMBF setzt sie sich für einen sozialverträglichen und menschenzentrierten Ansatz in der KI-Förderung und -Regulierung ein.

Lern- und Experimentierräume der Initiative Neue Qualität der Arbeit

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit ist sozialpartnerschaftlich getragen und will Innovationen fördern und gute Arbeitsbedingungen stärken. Unter dem Dach der Initiative fördert das Bundesarbeitsministerium Projekte, die vor dem Hintergrund der digitalen Transformation Neues wagen und Räume schaffen, in denen Unternehmensführungen und Beschäftigte innovative Arbeitskonzepte ausprobieren können. Die Beispiele werden als Anregung für andere Unternehmen und Organisationen auf der Plattform experimentierräume.de vorgestellt.

Nationaler Aktionsplan 2.0 zur UN-Behindertenrechtskonvention

Der Nationale Aktionsplan 2.0 zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wird einen Schwerpunkt auf das Thema Digitalisierung legen. Online-Dienste von Behörden, Assistenzsysteme und Applikationen für politische Teilhabe:  Die Digitalisierung bietet Chancen, Menschen mit Beeinträchtigungen soziale Teilhabe zu erleichtern. Das BMAS fördert  Modellprojekte und Ansätze, Verwaltungsentscheidungen im Zusammenhang mit Sozialleistungen zu erleichtern und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben weiter zu verbessern.

Im Rahmen des Dialogprozesses Arbeiten 4.0 entwickelte sich das Arbeitszeitgesetz zu einem zentralen Diskussionsthema: Viele Beschäftigte wünschen sich mehr Möglichkeiten, selbstbestimmt über ihre täglichen Arbeitszeiten zu entscheiden. Den Unternehmen geht es um mehr betriebliche Flexibilität bei veränderlicher Auftragslage. Der Koalitionsvertrag sieht vor, eine Tariföffnungsklausel im Arbeitszeitgesetz zu erproben, um auf Grundlage der Tarifverträge und mittels Betriebsvereinbarungen , insbesondere die Höchstarbeitszeit wöchentlich flexibler zu gestalten.

Arbeitsbeziehungen und Sozialschutz bei der Plattformarbeit

Konzeption, Programmierung, Marketing, Textarbeit: Viele Menschen bieten ihre Arbeitsleistung auf digitalen Plattformen an und handeln mit ihren Kunden jeweils einzeln die Bedingungen aus. Schafft diese Form der Arbeit zusätzliche flexible Beschäftigung oder drängt sie Menschen in prekäre Beschäftigungsverhältnisse ohne soziale Absicherung? Gemeinsam mit Wissenschaft, Sozialpartnern und Stakeholdern analysiert die Denkfabrik den Rechtsrahmen und mögliche Sicherheitslücken bei der Plattformarbeit. Ziel ist, Handlungsansätze zu erarbeiten und die Regelungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene anzupassen.

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